Bericht zum VfR Fasching 2017

aus Butzbacher Zeitung „Lokales Kernstadt“ Februar 2017

 

 

VfR-Faschingsvergnügen begeisterte beim Narrentreffen

 

Erstmals seit Jahrzehnten an neuer Wirkungsstätte haben Butzbachs närrische Fußballer mit tollen Ideen, viel Herzblut, Fleiß und einer sehr gelungenen Präsentation zum Motto „Beim VfR ist`s wieder soweit – Narrentreffen im Wandel der Zeit“ den bewusst gewählten Drahtseilakt zwischen klassischem Karneval und moderner Unterhaltungsshow gemeistert. Dreieinhalb Stunden hielt das bunte Treibern auf der Bühne die kostümierte Narrhallesenschar bei Laune an den restlos besetzten Tischreihen im ausverkauften Parkett der „Alten Turnhalle“, wo die die exzellenten Darbietungen auf der professionell wie dekorativ gestalteten Bühne mit reichlich Applaus und stehenden Ovationen reichlich belohnt wurden.

Ausnahmslos begeisternde Tanzformationen quer durch alle Generationen, Männerballett, Sketche zum schmunzeln und nachdenken, toller Livegesang und bemerkenswert erstmals mit dem Prinzenpaar Jochen I. und Katja I. von der KG Narrenzunft echte Tollitäten im Programm. Vom geballten Frohsinn bis zur rockigen  Dance-Session – das gefiel dem vorwiegend jüngeren Publikum von Auftritt zu Auftritt immer mehr und am Ende feierte man gemeinsam im Konfettiregen aus vollem Herzen eine lange Butzbacher VfR-Nacht.. Aber auch einigen hundert Butzbacher Senioren, die bereits am Freitag den närrischen VfR erleben durften, hatte es Spaß gemacht und die Trennung vom derzeit äußerst unglücklich ohne Wirt dastehenden Bürgerhaus fiel leicht. Weniger gut kam an, dass man das Mobiliar gegen alte Tische und Stühle aus anderen städtischen Liegenschaften austauschen ließ, als ob der VfR Heerscharen von Hooligans beherbergen würde – die Stimmung verdarb es indes niemanden und mit der hauptamtlichen Kreisbeigeordneten Stephanie Becker-Bösch samt Gatten waren auch zwei Vollblutpolitiker mit im Saal und bei bester Laune.

Um es nochmals zu betonen: Das über Jahrzehnte erfolgreich familiär geprägte Fußballer-Wintervergnügen will ja keine rein traditionelle Fremdensitzung mehr sein, sondern ein zuweilen verrücktes Spektakel im karnevalistischen Gewand. Disc-Jockey Thorsten Löhwing begleitete musikalisch durch das Programm, ließ das Auditorium tüchtig schunkeln und sorgte nach dem Finale für eine prall gefüllte Tanzfläche und Partyspaß pur im heimelig anmutenden Saal wo auch die urige Bar „mitten beim Volk“ ihren Platz hatte.

Im zweiten Jahr als wortgewandter, souveräner VfR-Sitzungspräsident hatte sich Bernd Hoffmeister wie sein neuer Siebenerrat als Superstars verkleidet von Elvis bis Heino – immer wieder nrue, geniale Ideen bei den Fußballern.

Die Gesangstruppe „Don Kanaken“ eröffnete den Bühnenreigen mit dem VfR-Lied und schon war Stimmung im Saal – das Narrenschiff nahm Fahrt auf.

Die allerkleinsten Aktiven sind die „Tanzmäuse“ und die kamen in diesem Jahr ganz im Sinne des Dschungelbuchs auf die Bühne. Ob Tiger, Leopard oder gar die legendäre Elefanten-patrouille – ein riesiger Spaß zum Motto „I like to move it“ in feinen Kostümen für die große Rasselbande und natürlich für das Publikum. Eine tolle Idee, die frenetisch gefeiert wurde, was auch die beiden geduldigen Trainerinnen Oxana Kühnen und Ingrid Waschkowitz sichtlich freute.

Ein ganz anderes Kaliber kam mit der Leihgesterner Alte Herren Fußball-Tanzabteilung auf die Bühnenbretter. Bajuwarisch angehaucht mit Lederhosen und in sexy blau-weiß karierten Hot Pants gab es Schuhplattler und mehr zu sehen von den Herren – die Narrenschar hatte ihren Spaß mit dem von Simone Riedel einstudierten Spektakel.

Als VfR-Duo „Tipp & Tapp“ resümierten die Vereinsgranden Stephan Mulch und Matthias Hesse mit musikalischer Begleitung am Flügel durch Nico Goller in gereimten Versen über die Skandale der FIFA (…der neue Präsident ist genauso korrupt wie Blatter) und mit der künftig hirnlos aufgeblasenen WM (…wir freuen uns auf die Vorrund mit Deutschland gegen Dorf Güll). Aber auch der Butzbacher Skandal um die immer noch unfertige Bahn-Lärm-schutzwand war Thema wie das gescheiterte Bahnhofs-Arkadenprojekt, wo man auf den Abbruchgeländen jetzt Kriegsfilme drehen will. Der übereilte Kauf des Lidl-Marktes und das neue Objekt „Umbau Bahnhofsgebäude“ mit geschätzt zehn Jahren Dauerbaustelle waren Thema kritischer Betrachtung. Das mit Donald Trump die USA unregierbar geworden sind und der Brexit den Vorteil hat, das wir nun wirklich keinen Linksverkehr mehr bekommen,

ging auf das Konto der Weltpolitik.

Ein Satz neue „WM 74-Trikots“ für das Duo in 2018, irgendwann den erhofften Butzbacher Kunstrasen-Sportplatz und von den Texten bitte künftig mehr davon vom Ghostwriter.

Der Nachwuchs im Gardetanz bei seiner Premiere im VfR untypischen blau-weiß stürzte sich voll in seinen flotten Auftritt nach all den hehren Worten – klasse, mit welcher Konzentration sich die Mädchen da einbrachten – auch wenn das mit der Synchronität der Schritte mal nicht so klappte. Applaus und Anerkennung für die muntere Truppe von Oxana Kühnern und Ingrid Waschkowitz.

Markus Klopsch und Christine Mulch als Komödianten – das war prima und jede Überlegung wert, was da zum Thema Kommunikation in der modernern Familie geboten wurde.

Wenn die Eltern einen eigenen Videokanal einrichten, um mit ihren vom Smartphone abhängigen Kids in Verbindung zu treten – lustig auf der Bühne anzusehen und zum Nachdenken geeignet was das wirkliche Leben angeht.

Martialisch in militärischen Tarnhosen die VfR-Showtanzformation „Revolution“, die fetzig und rockig mit „Captain Jack“ die Bühne mit viel Leben erfüllten. Das war gut von den 14 jungen Damen mit ihrer Trainerin Julia Waschkowitz in Szene gesetzt – Lohn für monatelangen Trainingsfleiß.

Der zweite, große Auftritt der seit 39 Jahren etablierten VfR-Männergesangsgruppe „Don Kanaken“ am Abend mit einem Potpuorrie bekannter Karnevalsschlager im Wandel der Zeit – immer ein Höhepunkt und stets mit neuen Ideen, wie man bekannte Hits mit neuen Texten faschingsgerecht veredeln kann. Sie brauchen nur wenige Akkorde und schon feiert das Publikum auf Teufel komm raus. Toll, was „Teamchef“ Thomas Schubbert, Gitarrist Paul Sonntag, Matthias Hesse, Maik Hümmer, Michael und Oliver Waschkowitz da einmal mehr stimmungsvoll ablieferten inklusive einem Hauch lokaler Ode an das schöne Butzbach, wo man bekanntlich den Knast lassen soll, der zur Stadt gehört wie der „Pütz“ nach Köln – Fröhlichkeit mit Gesang pur.

Die VfR-Garde in klassischen schwarz-weißen Kostümen setzte erneut hohe Maßstäbe mit ihrem umjubelten Auftritt der Extraklasse – der VfR kann auch so richtig Vollblutkarneval. Eine tolle Leistung, spritzig und mitreißend – ein absolut großartiger Erfolg für die feschen jungen Damen mit ihrer Trainerin Julia Waschkowitz.

Als „Blechbüchsen-Armee“ aus der berühmten „Augsburger Puppenkiste“ zogen sie in den Saal ein, doch auf der Bühne blieben dann nur noch die Bermuda-Jeans übrig – heiß genug war es ja. Viel nackte Haut und ihre fast Adonis haft durchtrainierten Körper zeigten die Herren der Schöpfung und da war es Nebensache, dass die Tanzschritte eher a synchron aber dafür mit viel Einsatz gezeigt wurden. Gute Laune mit den durstigen Blechbüchsen auf großer Fahrt mit dem VfR-Narrenschiff samt Trainerin Christine Mulch.

„Erich & Erika – Telefon-Sex und mehr…!“ alias Christine Mulch  und Markus Klopsch, wie weit der finanziell abgehängte Rentner heute im Zweitjob zu gehen vermag, war Thema des Sketches. Man muss sich halt was einfallen lassen, wenn das Geld vor dem Monatsende bereits zur Neige geht – humoristische Persiflage auf ein alltägliches Lebensproblem. Perfekt und narrensicher auf den Punkt gebracht vom VfR Comedy-Duo.

Die neue VfR-Gruppe „Mentally III.“ zeigte sich fast schon feenhaft in ihren weißen Ballettkleidern. Den eisigen Seen entkommen, tanzten sie ich als hübsche, dezent irre Gespenster in die Herzen der Zuschauer – eine furiose Showeinlage der besonderen optischen Art. Das gefiel, was die zehn jungen Damen hier mit Julia Waschkowitz einstudiert hatten – viel Beifall für neue Ideen gab es dann verdientermaßen auch.

Tanz im Stile eines Fred Astaire und das im feinen Outfit gsb es vom VfR-Männerballett, dass sich zwar „Rasenballett“ nannte, dann aber doch die Damen im Saal als „Rosen-kavaliere“ mit Charme und hervorragender, wohlgesetzter Choreografie entzückte.

Unter Leitung von Christine Mulch, Julia und Ingrid Waschkowitz eine perfekte Inszenierung „Nur die Liebe zählt…“ im Beifall der  Narrhallesen mit stehenden Ovationen

Im großen Playback-Showblock gaben sich unter anderm ein Stelldichein die Village People (YMCA), Wolfgang Petry und Trude Herr mit ihren Hits wie auch die Oldies „Survin USA“ und weitere Ohrwürmer Schlag auf Schlag beste Mimik, schöne Kostüme und Requisiten und tolle Musik – eine furiose Überleitung zum großen Finale mit allen Aktiven des Abends.

Der Dank des Sitzungspräsidenten gehörte allen Mitwirkenden vor, auf und hinter der Bühne und der Sektbarbesetzung, . Bevor es in eine lange Nacht ging versicherte Bernd Hoffmeister den Gästen: Nächstes Jahr sind wir wieder da in der „Alten Turnhalle“ mit einem neuen VfR-Faschingsvergnügen 2018. ---hwp---

Bericht zum VfR Fasching 2016

aus Butzbacher Zeitung „Lokales Kernstadt“ Januar 2016

 

 

VfR-Faschingsvergnügen begeisterte mit närrischer Pay-TV Show

 

Und erneut haben Butzbachs närrische Fußballer mit tollen Ideen, viel Herzblut, Fleiß und einer absolut gelungenen Präsentation zum Motto „Zur Primetime hier im Pay-TV – so was gab`s beim VfR noch nie“ den Drahtseilakt zwischen klassischem Karneval und moderner Unterhaltungsshow gemeistert. Ein bunt gemischtes Programm von etwa drei Stunden hielt die kostümierte Narrenschar bei Laune an den bestens besetzten Tischreihen im Parkett des großen Saales im Bürgerhaus, wo die die exzellenten Darbietungen auf der einmal mehr von Harry Weimar und Team professionell wie dekorativ gestalteten Bühne mit reichlich Applaus belohnt wurden. Ausnahmslos begeisternde Tanzformationen, Männerballett in Strumpfhosen, Comedy zum schmunzeln und nachdenken, toller Livegesang und bemerkenswert erstmals wieder ein bravouröser Vortrag der literarischen Fassenacht im Programm. Vom geballten Frohsinn bis zur rockigen Dance-Session – das gefiel dem überwiegend jüngeren Publikum so es mal in Teilen die Blicke vom Smartphone in Richtung Bühnengeschehen lenkte. Aber auch einigen hundert Butzbacher Senioren, die bereits am Freitag den närrischen VfR erleben durften, hatte es Spaß gemacht und trotz einiger „Generalprobehänger“ war man voll des Lobes gewesen.

Um es nochmals zu betonen: Das über Jahrzehnte erfolgreich familiär geprägte Fußballer-Wintervergnügen will ja keine rein traditionelle Fremdensitzung mehr sein, sondern ein zuweilen verrücktes Spektakel im karnevalistischen Gewand. Disc-Jockey Thorsten Löhwing und Stimmungsmacher Carsten begleiteten anstelle einer Kapelle musikalisch durch das Programm, ließen das Auditorium tüchtig schunkeln und sorgten nach dem Finale für eine prall gefüllte Tanzfläche und Partyspaß pur im Saal wo auch die urige „Freakstore-Sektbar“ neu ihren Platz hatte – betrieben von den befreundeten Sankt Gottfried-Karnevalisten.

Zu seiner makellosen Premiere als VfR-Sitzungspräsident am Samstagabend hatte sich Bernd Hoffmeister in schickes silbrig glänzendes Pailletten-Outfit geworfen und sein Elferrat gab cool die „Blues Brothers“. Als besondere VIP-Narrhallesen begrüßte der Sitzungspräsident sogleich Bürgermeister Michael Merle nebst Stadtrat Michael Schröder und den VfR-Stammgästen Andreas und

Stephanie Becker-Bösch.

Die Gesangstruppe „Don Kanaken“ eröffnete den Bühnenreigen mit dem VfR-Lied und schon war Stimmung im Saal – das Pay-TV Narrenschiff nahm Fahrt auf.

Die VfR-Garde in klassischen schwarz-weißen Kostümen setzte wieder hohe Maßstäbe und begann den tänzerischen Reigen. Eine tolle Leistung, spritzig und mitreißend – ein voller Erfolg für die feschen jungen Damen unter Leitung von Julia Waschkowitz.

Viel nackte Haut und ihre durchtrainierten Körper zeigten vier gestandene VfR-Akteure als „Schoppendales“ mit einer Art „Handtuchtanz“. Sie hatten sich da schon etwas gewagt zu früher Stunde - die verhinderten Stripteasetänzer Stephan Mulch, Oliver Waschkowitz, Michael Schulz und Markus Klopsch, die von Christine Mulch im geschickten Umgang mit dem verhüllenden Tuch unterrichtet wurden.

Die allerkleinsten Aktiven sind die 19 VfR-Tanzmäuse und die kamen in diesem Jahr brandaktuell daher. Die Jungs ganz auf „Star Wars“ ausgerichtet als düstere 2nd Skin Darth Vader oder Blue Clone-Trooper samt Laserschwert. Und die Mädchen – die hielten im Bibi Blocksberg Hexenkostüm dagegen. Eine prima Idee und so wurde die Rasselbande für ihren Tanz frenetisch gefeiert, was die beiden geduldigen Trainerinnen Oxana Kühnen und Mira Weimar auch 2016 natürlich freute.

„Giovannis Pizzadienst“ alias Christine Mulch zeigte dem sichtlich genervten Telefon-Bestellkunden (Markus Klopsch), wie weit der Bürger schon dank digitaler Medien gefährlich „durchsichtig“ geworden ist. „Sie wollen eine Pizza mit Schinken und Salami – das geht nicht wenn ich Ihren letzten Gesundheitscheck sehe“ – ein unangenehmes Alltagsthema humoristisch locker wie hintersinnig verpackt auf die VfR-Bühne gebracht – toll.

Eine weitere Premiere bei Butzbachs Fußballern kam mit Julia Waschkowitz zu Ehren. Als Tanzmariechen zeigte sie einen fulminanten Soloauftritt – kraftvoll, flott und doch hübsch anzusehen diese Darbietung mit Hoffnung auf mehr in der Kampagne 2017.

Als VfR-Duo „Tipp & Tapp“ resümierten die Vereinsgranden Stephan Mulch und Matthias Hesse mit musikalischer Begleitung am Flügel durch Nico Goller in gereimten Versen über die Skandale der FIFA (…Blatter, der senile Depp) und beim DFB mit den unglaubwürdigen Erinnerungsverlusten von Ex-Präsident Niersbach und Jahrhundertidol Franz Beckenbauer zur angeblich gekauften Traum-WM in Deutschland. Und das enorme Losglück zur EM in Frankreich: „Ob da „Kaiser Franz“ im Lostopf saß?“ Aber auch über unvollendete Butzbacher Eisenbahnschutzwände im Zeichen völliger fachlicher Unfähigkeit gab es kritische Worte und auch zum ewigen Nachbarstreit beim Thema Schrenzerstadion samt einer ohnmächtigen Stadtverwaltung. Tip & Tap, dass war wieder Top inklusive Sprachkurs für Butzbachs Gastronomie, in der die Gäste neben italienisch, griechisch und türkisch im „Stern“ nun auch chinesisch zum bestellen benötigen - bitte künftig mehr davon vom Ghostwriter.

Der zweite, große Auftritt der VfR-Männergesangsgruppe „Don Kanaken“ am Abend mit einer Neuauflage des „Musikantenstadl“ – immer ein Höhepunkt und stets mit neuen Ideen, wie man bekannte Hits mit neuen Texten faschingsgerecht veredeln kann. Sie brauchen nur wenige Akkorde und schon feiert das Publikum auf Teufel komm raus Toll, was „Teamchef“ Thomas Schubbert, Gitarrist Paul Sonntag, Matthias Hesse, Thorsten Löhwing, Maik Hümmer, Michael und Oli Waschkowitz da einmal mehr mit „Gloria“ oder „Fliege mit mir in den Himmel“ ablieferten inklusive einem Hauch lokaler Politikschelte – Stimmung pur.

Die Formation „Revolution“ in märchenhaften Kostümen zu „Alice im Wunderland“ – ein traumhaft schöner Auftritt und tänzerischen Höchstleistungen zu rockig poppigen Rhythmen. Ein Hingucker und das im nicht enden wollenden Beifall. Großartig was Julia Waschkowitz da mit den Damen seit letztem Sommer so erfolgreich einstudiert hatte.

Constantin Jantos hat die literarische Fassenacht von seinem Vater mit in die Wiege gelegt bekommen – als Forscher alltäglicher Gegebenheiten brillierte er in der Bütt und auch daneben beim frenetisch vom Publikum gefeierten Erklären zum Erwerb des Paternoster-Fahrstuhlführerschein mit seine humorvollen Anmerkungen. Der erwartete Irrsinn beim Besuch einer Behörde, die Vielfalt des Mobbings unliebsamer Mitarbeiter und der Wahnsinn der Ausmaße digitaler Vernetzung bis zum Milchbestand im Kühlschrank – exzellente Unterhaltung non stopp mit dem närrischen Verhaltensforscher aus den Sankt Gottfried Reihen.

Fesche Madeln und Burschen legten einen zünftigen Schuhplattler hin bis ein US-Girl den American Way of Dance propagierte. Ob Line-Dance zu „Cotton Eye Joe“ oder Girls in „Stars und Stripes-Outfit“ zu „New York, New York“, die Gruppe „Untouchables“ zeigte einen gigantischen Auftritt mit und ohne Hula Hoop-Reifen – ganz großes Kino war das. Prächtige Kostüme und eine beeindruckende ausdrucksstarke Choreografie – da konnte man einfach nur zuschauen und genießen. Tosender Applaus für diese Tanzformation mitsamt Trainerin Melisa Kißler, die selber über die Bühne wirbelte.

Weniger Tanz als in all den Jahren zuvor, dafür mehr Spaß mit dem VfR-Männerballett unter Leitung von Christine Mulch. Im Wechsel mit schwarzen Strumpfhosen und langen weißen Unterhosen bekleidet die Versuche synchroner Bewegungsabläufe – Situationskomik halt und irgendwie kam das im Saal sehr gut an – Zugabe für eine wohl zündende Idee.

Im großen Playback-Showblock gaben sich ein Stelldichein mit ihren Hits Nena, Beatrice Egli, Britney Spears, die Spice Girls, die Backstreet Boys und ein Duo aus Dirty Dancing. Schlag auf Schlag beste Mimik und tolle Musik – eine furiose Überleitung zum großen Finale mit allen Aktiven des Abends.

Der Dank des Sitzungspräsidenten gehörte allen Mitwirkenden vor, auf und hinter der Bühne, den Narren der Sankt Gottfriedgemeinde für den Einlassdienst und die Sektbarbesetzung, Hausmeister Rudi Hofmann in seiner letzten Saison vor der Rente, der Kamera- und Lichttechnik und der Feuerwehr für die Brandsicherung. Bevor es in eine lange Nacht ging versicherte Bernd Hoffmeister den Gästen: Nächstes Jahr sind wir wieder da mit einem neuen VfR-Faschingsvergnügen 2017.

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Hartmut Preuß –hwp-

35510 Butzbach, den 24.01.2016

Bericht zum Wintervergnügen 2015

aus Butzbacher Zeitung „Lokales Kernstadt“ Februar 2015 

 

VfR-Faschingsvergnügen begeisterte mit närrischer Weltreise

 

Einen hervorragend gelungenen Spagat zwischen klassischem Karneval und moderner

Unterhaltungsshow meisterten die Aktiven des VfR Butzbach am Samstag im zur fein geschmückten Narrhalla verwandelten großen Saal des Bürgerhauses.

Ein kurzweilig-rasantes Programm von knapp drei Stunden hielt die holde Narrenschar bei bester Laune an den dicht besetzten Tischreihen im Parkett, wo die Beifallsraketen aufbrausten und stehende Ovationen die exzellenten Darbietungen auf der einmal mehr professionell wie wunderschön und themengerecht gestalteten Bühne belohnten. Harry Weimar mit seinem Deko-Team hatte hier der gestalterischen Phantasie einmal mehr vorzüglich freien Lauf gelassen und das Motto der diesjährigen Kampagne hundertprozentig in Szene gesetzt.

Begeisternde Tanzformationen ohne Ausnahme, Comedy zum schmunzeln und hinsehen und Livegesang in aller Vielfalt vom geballten Frohsinn bis zur kultig-rockigen  Session – das gefiel dem überwiegend jüngeren Publikum, aber auch einigen hundert Butzbacher Senioren, die bereits am Freitag den närrischen VfR erleben durften und voll des Lobes waren.

Das einstmals familiär geprägte Fußballer-Wintervergnügen will ja seit Jahren keine rein traditionelle Fremdensitzung mehr sein, sondern ein kunterbuntes, zuweilen irres Spektakel im karnevalistischen Gewand. Disc-Jockey Thorsten Löhwing und Stimmungsmacher Carsten begleiteten musikalisch durch das Programm, ließen das bunt kostümierte Auditorium tüchtig schunkeln und sorgten nach dem Finale für eine prall gefüllte Tanzfläche und Partyspaß pur im Foyer oder an der urigen „Freakstore-Sektbar.“  Die politisch-literarische Fastnacht ist bestimmt dabei nicht das Ding des VfR-Butzbach – Büttenreden auch in diesem Jahr „fast“ ein Fremdwort. und so hatten alle Gäste im Saal ihre Freude am Faschingsvergnügen mit einem Hauch von „Gott Jokus“.

 „Kolumbus & Co. haben eingecheckt, mit dem VfR wird heut“ die Welt entdeckt!“, so das Motto 2015, das Sitzungspräsident Stephan Mulch verkündete und mit seinem Elferrat den Startschuss für das Bühnengeschehen gab. Derweil intonierten traditionell zur Eröffnung die Don Kanaken stimmgewaltig das in Helene Fischers Superhit „Atemlos“ adaptierte VfR-Lied und schon war Stimmung im Saal – das VfR-Narrenschiff nahm Fahrt auf.

Erstmals seit langer Zeit begann die VfR-Garde in schicken schwarz-weißen Kostümen den tänzerischen Reigen – musikalisch in Anlehnung an das „Phantom der Oper“ ausgerichtet. Eine tolle Leistung, spritzig und mitreißend – ein voller Erfolg für die jungen Damen unter Leitung von Julia Waschkowitz, die als Zugabe den „…kölsche Jung“ einstudiert hatte.

Die allerkleinsten Aktiven sind die VfR-Tanzmäuse und mit ihrem Auftritt als Pippi Langstrumpf,  Prinzessin oder Teufel die weite Welt erkundeten. Derart fein kostümiert, wurde die Rasselbande für ihren Tanz frenetisch gefeiert, was die beiden geduldigen Trainerinnen Oxana Kühnen und Mira Weimar natürlich freute. Die Zugabe gab es gemeinsam mit dem Elferrat und da hieß es klar „Daumen hoch“ – ein weiterer Riesenspaß mit dem süßen VfR-Nachwuchs.

Die „Pink Ladies“ Lorena Kißler und Christine Mulch präsentierten sich als TV-Sendung „Herrchen gesucht!“ Doch bei dem armen „Fiffi, mach Platz“ handelte es sich um einen ausgesetzten Fußballer – schmusig wie ein echter Vierbeiner ganz klasse zu erleben Markus Klopsch – eine irrwitzige Story mit Unterhaltungswert die gefiel.

Stephan Mulch und Matthias Hesse als VfR-Duo „Tip & Tap“ resümierten in gereimten Versen über die WM in Brasilien, über die gekaufte Handball-WM in Katar, wo Finanzen über den Turniererfolg entscheiden abseits der Fairness, über Fußballstars ohne Führerschein, aber auch über Butzbacher Lokalpolitik am Rande des moralischen Abgrunds. Der landesweit ausgestrahlte TV-Beitrag zur stark kritisierten Geschäftsführerbesetzung bei der Wohnungsgesellschaft mit dem schweigenden Bürgermeister Merle zum Vetternwirtschaftsvorwurf war Thema wie die nächste Katastrophe gleicher Machart am Horizont. Der Geschäftsführer der EVB soll neu besetzt werden – jeder kann sich bewerben, sofern sein Familienname mit …lach endet und er aus Griedel kommt. In Berlin wurde sie abgerissen – Butzbach bekommt sie nun: die Mauer. So wichtig für die direkten Anlieger die Schallschutzwand der Bahn sein wird – sie spaltet optisch die Stadt in West und Ost. Tip & Tap, dass war Top, bitte mehr davon und eine Büttenrede war es ja nicht.

Power pur – die Formation „Revolution“ im indianischen Lederoutfit mit Speer und tänzerischen Höchstleistungen eroberte gewaltlos das Publikum mit ihrem Tanz der kriegerischen „Amazonen“ – ein wahrer Hingucker und das im nicht enden wollenden Beifall. Großartig was Julia Waschkowitz da mit den Damen monatelang so erfolgreich einstudiert hatte.

Der große Auftritt der VfR-Männergesangsgruppe „Don Kanaken“ – immer ein Höhepunkt und immer mit neuen Ideen, wie man bekannte Hits mit neuen Texten faschingsgerecht veredeln kann. Sie brauchen nur wenige Akkorde und schon feiert das Publikum auf Teufel komm raus – Bora, Bora, auf Hawaii, im Wüstensand mit Freddy Quinn – einfach klasse und bei „Schenk mir ein Foto…“, „Zalando-Song“ oder der „Schwarzen Natascha“, da stehen sie im Saal auf Stühlen und Tischen. Toll, was Thomas Schubbert, Gitarrist Paul Sonntag, Matthias Hesse, Thorsten Löhwing, Maik Hümmer, Michael und Oli Waschkowitz da ablieferten – Stimmung pur.

Die Komödiantinnen Lorena Kißler, Christine Mulch, Petra Schubbert und Ingrid Waschkowitz. Alias „Pink Ladys“ trafen sich in einer Arztpraxis im Wartezimmer. Der ganz auf Mimik ohne große Worte ausgelegte Sketch war an sich prima, aber im Saal wartete man darauf, dass es endlich losgehe – mit was auch immer.

In den fernen Orient entführte die Tanzformation „Badeperlen“ unter dem Motto „1001 Nacht“. Ein Tanz so schön wie ein Märchen, märchenhaft auch die herrlichen Kostüme und absolut überzeugend die Choreografie und tänzerische Leistung – immer mit einem befreienden Lächeln der jungen Damen trotz aller Anstrengung des anspruchsvollen Auftritts,

den sie sich übrigens selbst erdacht und inszeniert haben, ganz ohne Trainerin.

Streusalz – die dezent extreme Comedytruppe des VfR war als gefeiertes Trio zu erleben.

Hänsel und Gretel, das nicht ganz jugendfreie Märchen der Brüder Grimm das Hauptthema, denn Harry Weimar mit Partnerin Leonie Meier sangen live mit instrumentaler Begleitung von Charly Härtel und mit stets wechselnden Kostümen und Perücken die international existierenden Balladen und eher rockig angelegten Arrangements zu dem Märchen. Lady Gaga, Udo Lindenberg und andere Interpreten haben sich da versucht. Irre gut war das und als „Wolle“ Petry mit „Wahnsinn“ schwenkten sie in das Stimmungsfach – ein Volltreffer. Eine Referenz an den unvergessenen Udo Jürgens im legendären weißen Bademantel fehlte auch nicht – das Volk war außer sich ob des Streusalz-Auftritts.

Als wären die Truppen des Pharao im Saal – gewaltige Musik mit Gänsehautfaktor, ein festlicher Zug mit einer ägyptischen Schönheit auf dem getragenen Thron. Die Gruppe „Untouchables“ hatte ihren wahrhaft mächtigen Auftritt – ganz großes Kino war das.

Sagenhafte Kostüme, eine beeindruckende Choreografie – da konnte man nur zuschauen, sich berauschen lassen und Beifall spenden. Chapeau für diese Tanzformation und ihre Trainerin Melisa Kißler, die selber auf der Bühne mitwirkte.

Wenn man von Männerballett spricht, denkt man an furchtbare Auftritte vergangener Zeiten mit Plastikbäuchen und wenig Klasse. Heute stehen die Herren der Schöpfung den Damen im Showtanz in nichts mehr nach – das ist allererste Wahl – so auch beim VfR. „Afrika“ das Motto und ein kraftvoller, ausdruckstarker Tanz mit höchstem Begeisterungsfaktor wurde da

geboten – Kompliment an die jungen Herren mit den Afro-Perücken, den Schmetterlings-sucher und das Trainerinnengespann Bell und Steffi Schubbert, denn nun stand das Publikum endgültig Kopf.

Welch eine Überleitung zum großen Finale mit allen Aktiven des Abends und den Don Kanaken bei ihrem dritten Auftritt – was gut ist kommt wieder.

Der Dank des Sitzungspräsidenten gehörte allen Mitwirkenden vor, auf und hinter der Bühne, den Narren der Sankt Gottfriedgemeinde für den Einlassdienst und die Sektbarbesetzung, Hausmeister Rudi Hofmann, der Kamera- und Lichttechnik und der Feuerwehr für die Brandsicherung. Bevor es in eine lange Nacht ging versicherte Stephan Mulch den Gästen: Nächstes Jahr sind wir wieder da mit einem neuen VfR-Faschingsvergnügen 2016.

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Hartmut Preuß –hwp-

35510 Butzbach, den 01.02.2015